Psychosomatische Betreuung

Lebertransplantation

Im Rahmen einer klinischen Liaisontätigkeit werden alle Patienten, bei denen eine Lebertransplantation geplant ist, von uns psychosomatisch-psychotherapeutisch untersucht und beraten. Ziel der Untersuchung ist die Abklärung möglicher Kontraindikationen aus der Sicht unseres Fachgebietes (zum Beispiel fortbestehende Substanzabhängigkeit), die Exploration aktueller psychischer Störungen und deren Behandlungsbedarfs vor der Transplantation sowie die Abschätzung des psychosozialen Betreuungsbedarfes nach der Transplantation. Mögliche Zweifel im Zusammenhang mit der Lebertransplantation werden mit dem Patienten und gegebenenfalls seinen Angehörigen falls notwendig in mehreren Gesprächen erörtert. Alle Befunde und Empfehlungen werden schriftlich dokumentiert und dem Transplantationszentrum zur Verfügung gestellt.

Nachsorge nach Transplantation

Allen Patienten wird ein ambulantes psychosomatisch-psychotherapeutisches Gespräch nach der Transplantation angeboten. Bei Komplikationen im Verlauf und bei entsprechender Indikation werden die Patienten frühzeitig teils unmittelbar nach der Operation im Rahmen des psychosomatischen Konsildienstes engmaschig mitbetreut.


Forschungskooperation

Die Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie beteiligt sich an gemeinsamen Forschungsprojekten mit dem Transplantationszentrum. Unsere Forschungsfragen umfassen Themen wie zum Beispiel seelische Belastungen von Organspendern und Organempfängern oder Behandlungstreue der Empfänger („Adhärenz“). Wir erhoffen von diesen wissenschaftlichen Untersuchungen ein besseres Verständnis psychosozialer Faktoren in der Transplantationsmedizin, um daraus noch bessere Diagnostik- und Behandlungsansätze für zukünftige Spender und Empfänger entwickeln zu können.