Behandlung von Zirrhosekomplikationen

Patienten mit Leberzirrhose weisen klinisch oft einen instabilen Zustand, der sich in bestimmten Situationen akut verschlechtern kann und einer sofortigen zielgerichteten ärztlichen Intervention bedarf. Hierzu steht ein interdisziplinäres Team bereit. Im Wesentlichen sind dabei folgende Komplikationen zu nennen:

  • Aszites (Bauchwassersucht) und Ödeme
  • Hepatische Enzephalopathie
    Mit schweren Konzentrations- und Vigilanzstörungen bis hin zum Bewusstseinsverlust.
  • Hepatorenales Syndrom (HRS)
    Prinzipiell reversible Nierenfunktionsstörung ausgelöst durch renale Vasokonstriktion bei fortgeschrittener Leberkrankheit – andere Ursachen der Nierenfunktionseinschränkung sollten dabei ausgeschlossen sein.
  • Portale Hypertension (Pfortaderhochdruck)
    Mit resultierenden Blutungen aus:
    • Ösophagusvarizen (Krampfadern der Speiseröhre) und
    • Hämorrhoiden
  • Spontan bakterielle Peritonitis (SBP)
    Die SBP stellt eine Sonderform der primären Peritonitis dar. Es handelt sich um eine bakterielle Infektion, die im Rahmen von therapierefraktärem Aszites auftritt.

Zur Sicherstellung der zwingend erforderlichen sofortigen zielgerichteten ärztlichen Interventionen können sich unsere Patienten 24 Stunden am Tag in unserer Notaufnahme vorstellen. Hier ist jederzeit ein Oberarzt der Chirurgie vor Ort. Seitens der internistischen Kollegen besteht sowohl jederzeit Rufbereitschaft als auch die Möglichkeit, stets einen Oberarzt aus der Gastroenterologie einbeziehen zu können. Dieses Szenarium gilt auch an Wochenenden und Feiertagen.